routinierte Weiterbildung beim M3 Examensprüfer & IhF - Referenten Dr. med. Sitter

Fernsehbericht des BR über praxisnahe PJ Ausbildung in der Lehrpraxis Dr. Sitter Simon in Feuchtwangen.

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PJ in der Landarztpraxis - gefördert von der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband

Interview de Bayerischen Hausärzteverbandes zum PJ bei Dr. Simon Sitter - noch in der ehemaligen Praxis 

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Erfahrungsberichte

Blockpraktikum

  • Blockpraktikum Erfahrungsbericht Matthias Bieber 02/2020

    Blockpraktikum Erfahrungsbericht Matthias Bieber 02/2020

    Als Student in einer Großstadt war für mich ein Blockpraktikum Allgemeinmedizin in einer ländlichen Gegend besonders reizvoll um die hier besonders hausarzt-zentrierte Versorgung kennen zu lernen. Im Zeitraum vom 24.02.2020 bis 5.3.2020 absolvierte ich mein Blockpraktikum Allgemeinmedizin in der hausärztlichen Praxis Dr. Simon Sitter und Dr. Wolfgang Kelm in Feuchtwangen.

    Der große Vorteil der Lehre in der Praxis ist das tatsächliche hands on, so bekommt man von der körperlichen über apparative Untersuchungen wie Sonographie, EKG und Lungenfunktionsdiagnostik bis hin zu Blutentnahmen, Injektionen und Impfungen viel praktische Übung geboten. Der seltene Luxus der intensiven 1 zu 1 Betreuung trägt selbst auch seinen Teil bei, während man das gesamte Spektrum der allgemeinärztlichen Vollversorgung sowohl in der Praxis als auch auf Hausbesuchen kennen lernt. Es wird hier viel Wert auf Lehre und Ausbildung gelegt. Durch die Kombination von Dr. Kelm als erfahrenen Hausarzt, Dr. Simon Sitter als hochengagierter Arzt und Ausbilder und Dr. Miriam Sitter als Assistenzärztin mit Expertise aus der Anästhesie kann man viel für sich aus diesem Praktikum mitnehmen.

    Neben der klassisch praktischen Lehre liegt hier in der Praxis auch ein besonderes Augenmerk auf der kritischen und reflektierten Auseinandersetzung, beispielsweise bereitet man Leitlinien zu Hause auf um sie dann zusammen zu besprechen. So wird auch das Für und Wider von Therapieschemata und der kritische Umgang mit Multimedikation zusammen diskutiert. Darüber hinaus nimmt man an praxisinternen Fort- und Weiterbildungen teil und trägt interaktiv selbst dazu bei.

    Nicht nur in der Lehre ist hier viel geboten, auch landschaftlich und so manches Schmankerl gibt es im westlichen Mittelfranken zu entdecken.

    Während meines Blockpraktikums war ich komfortabel und kostenfrei in der staatlichen Bauakademie in Feuchtwangen untergebracht. Die Stadt Feuchtwangen unterstützt hier die von Dr. Sitter gegründete Initiative „Ärzte schnuppern Landluft“ indem sie Studierenden eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung stellt.

    Abseits der Praxistätigkeiten besichtigte ich im Rahmen der Aktivitäten der Initiative „Ärzte schnuppern Landluft“ ein ehemaliges Hilfskrankenhaus in einer Bunkeranlage in Gunzenhausen. Neben diesem interessanten Besuch wurde natürlich auch Networking unter den Teilnehmern betrieben.

    Das Blockpraktikum Allgemeinmedizin der Praxis Dr. Sitter und Dr. Kelm hat meine Sicht auf die hausärztliche-allgemeinmedizinische Versorgung nachhaltig verändert. Die Allgemeinmedizin ist mir hier nicht nur sympathisch geworden, sie hat sich sogar als durchaus attraktiv erwiesen. Ein Praktikum in der Praxis Dr. Sitter und Dr. Kelm als interessante, lehrreiche und kurzweilige Ausbildungsstädte mit didaktisch ansprechendem Konzept kann ich jedem nur empfehlen. Ich würde die Praxis jederzeit wieder für mich als Lehrpraxis wählen.

Praktisches Jahr

  • PJ Bericht Elena Haag Tertial II /2020

    PJ Bericht Elena Haag Tertial II /2020

    Die Entscheidung, mein viermonatiges PJ-Tertial in der Allgemeinmedizin zu verbringen, fiel aufgrund der Möglichkeit in einer Hausarztpraxis Krankheitsbilder aller Fachrichtungen zu sehen sowie Patienten über einen langen Zeitraum betreuen zu können. Da ich bereits eine vierwöchige Famulatur in einer Hausarztpraxis in München verbracht hatte, wollte ich unbedingt in eine Praxis im ländlichen Raum, weshalb meine Wahl auf die Praxis Dr. Sitter/Dr. Kelm fiel.

    In der Praxis werden vom Säugling bis zum Palliativpatienten alle versorgt, wodurch sich ein sehr breites Spektrum ergibt. Neben der Akutsprechstunde und den Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen werden auch DMPs für die chronisch Erkrankten durchgeführt und Patienten aus zwei Altersheimen mitbetreut. Da in der Praxis drei Ärzte mit unterschiedlichen Weiterbildungen arbeiten, ist einiges an Untersuchungen möglich. Neben der hausärztlichen Grundversorgung wird hier auch Notfallmedizin, Palliativmedizin, manuelle Therapie und Akupunktur durchgeführt. Es wird auch ein großer Fokus auf die Ultraschall-Diagnostik (nicht nur Schilddrüse und Bauch, sondern auch Herz, Lunge oder Knochen und Gelenke bei Frakturverdacht) gelegt. Neben den vielen Möglichkeiten am Ultraschall- Gerät zu üben, konnte ich in meiner Zeit in Feuchtwangen auch selbstständig Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen und Impfungen durchführen. Hierbei war stets einer der Ärzte im Hintergrund und beantwortete meine Fragen immer gerne. Dabei ist auch die Aufgeschlossenheit aller Patienten zu betonen, an denen ich jederzeit üben durfte und die sich sehr über den Aufenthalt eines angehenden Nachwuchses gefreut haben.

    Als PJ-ler erhält man für die Zeit neben einem E-Bike eine kostenlose Unterkunft gestellt, wobei alle Unterkünfte stets in Fuß- bzw. Radnähe zur Praxis liegen. Die Unterkünfte werden in Kooperation mit der Stadt Feuchtwangen organisiert – hier geht ein großer Dank an die Stadt für die Bereitschaft Jungmediziner so hilfreich zu unterstützen.

    Normalerweise findet einmal die Woche eine Veranstaltung oder Fortbildung über „ÄSL – Ärzte schnuppern Landluft“ statt. Dies ist ein Zusammenschluss verschiedener Ärzte in Mittelfranken (auf Initiative von Dr. Sitter entstanden), wodurch Famulanten und PJ-ler gemeinsam die Region erkunden können und auch praktische Fähigkeiten in anderen Praxen erlernen können. Eine gute Möglichkeit sich auszutauschen und gleichzeitig weiterzubilden.

    Die Stadt Feuchtwangen bietet mit ihren 12.000 Einwohnern neben mehreren Restaurants und eine sehr schönen Altstadt auch einige Veranstaltungen wie die Kreuzgangspiele. Die Umgebung ist ebenso empfehlenswert – Feuchtwangen liegt an der Romantischen Straße und das nahe gelegene Dinkelsbühl gilt als die „schönste Altstadt Deutschlands“.

    Trotz COVID-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen war mein PJ-Tertial in Feuchtwangen ein voller Erfolg, insbesondere dank der Lehrfreudigkeit aller drei Ärzte. Ich kann nur jedem raten, der sich überlegt ein Tertial in der Allgemeinmedizin zu machen: Mach es und mach es am besten auf dem Land. Dort ist die Spanne der zu betreuenden Patienten und Erkrankungsbilder am größten und es wird sehr viel selbst in der Praxis diagnostiziert und behandelt.

  • PJ-Allgemeinmedizin Stefan von Rothenhan Tertial I 2019/2020

    PJ-Allgemeinmedizin Stefan von Rothenhan Tertial I 2019/2020

    Ich erhoffte mir von dem Wahltertial in der Allgemeinmedizin ein breiteres Verständnis für Diagnostik, Krankheit und Patientenumgang zu entwickeln. Dazu war ich vom 18.11.19 bis zum 06.03.20 in der Praxis Dres Sitter/Kelm in Feuchtwangen.

    Da ich Dr. Simon Sitter bereits aus dem Blockpraktikum in seiner ehemaligen Praxis in Bechhofen kannte und demnach bereits Kontakt bestand, war die weitere Planung kein Problem. Dr. Simon Sitter organisiert über die Stadt Feuchtwangen eine Unterkunft im Stadtarchiv welche ich kostenlos beziehen konnte. Dafür bin ich immer noch sehr dankbar, da ohne eine solche Unterkunft die Umsetzung des PJs auf dem Land deutlich schwieriger gewesen wäre. Auch die Bewerbung für das Stipendium des bayrischen Hausärzteverbands für PJ-Studierende in der Allgemeinmedizin verlief über die Praxis reibungslos und wurde sofort bewilligt. Die Grundvoraussetzungen für ein gutes PJ mit Bezahlung und Unterkunft waren somit von Beginn an gegeben.

    Nach einer Einarbeitungsphase an der Seite von Dr. Simon Sitter und Dr. Kelm durfte ich nach und nach immer wieder eigene Patienten behandeln. Nach kurzer Rücksprache mit den Ärzten wurden auch eigene Therapievorschläge angenommen. Somit konnte ich von Anamnese, körperlicher Untersuchung, selbstständig durchgeführter Ultraschalluntersuchung bis zum Therapievorschlag viele Erfahrungen machen und bekam unmittelbar Feedback von den erfahrenen Ärzten. Dadurch gewann ich deutlich an Vertrauen in eigene Untersuchungstechniken und an diagnostischer Sicherheit.

    Besonders hervorzuheben ist der Leistungsumfang in der Praxis Sitter/Kelm. Beeindruckend war die manuelle Therapie/Chirotherapie. Hier wurden durch gezielte körperliche Untersuchungstechniken die Bandbreite der Volkskrankheit “Rückenschmerz” visualisiert und wenn möglich sogleich die Beschwerden gelindert. Da auch die Akupunktur in der Praxis einen festen Stellenwert inne hat, gab es die Möglichkeit sich mit komplementärmedizinischen Ansätzen vertraut zu machen. Immer wieder gab es Akutsituationen und auch hier konnte man selbstständig EKG’s schreiben, interpretieren und die weitere Behandlung vorschlagen.

    Interessant war auch der Umgang mit neuen Situationen wie dem Coronavirus. Hier wurde täglich auf neue Informationen des Robert-Koch-Instituts reagiert und die Behandlungspfade aktuell umgesetzt. Überhaupt ist die Praxis immer auf dem neuesten Stand der Nationalen Leitlinien welche anhand von wöchentlichen Seminaren gemeinsam durchgearbeitet werden.

    Zusammengefasst hatte ich ein unglaublich facettenreiches Tertial wo jede Fachdisziplin vorgekommen ist und man das theoretische Wissen des schriftlichen Staatsexamens in die Praxis bringen konnte. Ich bin fest davon überzeugt dass kein anderes Fach einem diese Möglichkeit bietet.

    Vielen Dank für die gute Zeit in Feuchtwangen.

    Anmerkung Dr. Sitter: Lieber Stefan, Du bist uns jederzeit wieder willkommen –man konnte mit Freude deine fachliche Weiterbildung mitverfolgen. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein angehender Kollege nahezu ohne Ultraschallvorkenntnisse sein PJ beginnt, und nach 4 Monaten selbstständig eine Primär sklerosierende Cholangitis sonographisch diagnostiziert. Wir hoffen, Du bleibst in einem Fachgebiet der unmittelbaren Patientenversorgung!

  • PJ Erfahrungsbericht Marie Strohecker III/2019

    PJ Erfahrungsbericht Marie Strohecker III/2019

    Im Juli hieß es für mich raus aus der großen Stadt und endlich rein in das hausärztliche PJ in der Praxis Dres. Sitter. Für mich hatte sich schon über die Studienzeit hinweg immer mehr rauskristallisiert gehabt, dass ich Allgemeinmedizinerin werden möchte, aber ich wollte diese Entscheidung auch noch praktisch überprüfen. Dabei war mir sehr wichtig, meine Ausbildungszeit in einer fachlich versierten Praxis zu machen, um nicht nur für die mündliche Prüfung, sondern auch für eine gute gesundheitliche Versorgung kommender Patientinnen und Patienten bestens gewappnet zu sein. Meine Praxiswahl habe ich mir somit nicht leicht gemacht und diese auch nicht bereut – im Gegenteil: In der Praxis Dres. Sitter spielt eine leitliniengerechte evidenzbasierte Medizin eine wesentliche Rolle. Im Gespräch vor, zwischen und nach den Sprechzeiten habe ich mit den Ärzten zusammen wichtige Leitlinien besprochen und auch deren Auswirkung auf das konkrete Handeln in der Hausarztpraxis. Für die Vorbereitung dieser Leitlinien hatte ich vorher meist eine gute Woche Zeit, sodass ich in das jeweilige Thema wirklich eingelesen war. Die Anwendung des Gelernten in der Sprechzeit rundete diese nachhaltige Art und Weise der Lehre ab und bereitete ganz nebenbei richtig Spaß. Zu wissen, wie man richtig auf häufige Beratungsanlässe wie Brustschmerz, Rückenschmerzen, Schwindel und Co reagiert und dies auch supervidiert selbst zu tun, ist schön. Ich bin mir auch sicher, dass ich nie wieder vergessen werde, welches das geeignete Antibiotikum bei Harnwegsinfekt oder einer ambulant erworbenen Lungenentzündung ist. Außerdem habe ich täglich viele Möglichkeiten bekommen, meine praktischen ärztlichen Fähigkeiten zu üben. Ob Ultraschall, Impfen, Katheterwechsel oder körperliche Untersuchung – mir wurde einiges gezeigt und ich konnte vor allem auch selbst lernen und machen.  Durch die Initiative „Ärzte Schnuppern Landluft (ÄsL)“ konnte ich andere Medizinstudentinnen aus Praxen der Region kennenlernen, es gab jeden Mittwochnachmittag gemeinsames Programm und wir haben uns dann auch noch gemütlich das ein oder andere Bier gegönnt. Auch rund um das Thema Praxisorganisation habe ich mir viel abschauen und lernen können: Wie hält man Wartezeiten kurz? Was ist Qualitätsmanagement? Was macht die Berufspolitik? Wie strukturiere ich meine Praxis für Notfälle? Auch das werden wichtige Fragen für mich werden, denn jetzt kann ich mir wirklich sicher sein: Ich möchte auch Allgemeinmedizinerin werden. Für die außerordentliche Offenheit und Herzlichkeit der ganzen Praxisbelegschaft und meinen Lehrärzten bin ich sehr dankbar. Es war klasse!