routinierte Weiterbildung beim M3 Examensprüfer & IhF - Referenten Dr. med. Sitter

Fernsehbericht des BR über praxisnahe PJ Ausbildung in der Lehrpraxis Dr. Sitter Simon in Feuchtwangen.

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PJ in der Landarztpraxis - gefördert von der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband

Interview de Bayerischen Hausärzteverbandes zum PJ bei Dr. Simon Sitter - noch in der ehemaligen Praxis 

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Erfahrungsberichte

Bericht zur Hausarztfamulatur- August 2020

"Spannende Einblicke u.a in Hausbesuche ,Akupunktur, manuelle Therapie und palliativmedizinische Betreuung."

Ines Hörlin

 

Die Famuatur in der Praxis Dr. med. Simon Sitter und Dr. med. Wolfgang Kelm hat mir sehr gut gefallen.
Das gesamte Praxisteam und das Ärzteteam (bestehend aus Miriam Sitter, Wolfgang Kelm und Simon Sitter) ist sehr freundlich und es ist jederzeit mgl. z.B. einen Tag im Labor zu verbringen, um bspw. sicherer in der Blutabnahme zu werden, auch bei LUFU oder Verbandwechseln, Wundversorgungen konnte ich aktiv dabei sein und mir wurde dabei stets viel erklärt und gezeigt.

Zu Beginn der Famulatur erhielt ich einen Ablaufplan der Famulatur mit Lernzielen und den häufigsten allgemeinmedizinischen Krankheitsbildern, was ich sehr gut fand, da er eine gute Orientierungshilfe darstellte.

Die Praxis nimmt an allen wesentlichen Desease Management Programmen (DMP) teil und legt großen Wert auf Prävention & Vorsorge: die Impfpässe der Patient:innen werden regelmäßig kontrolliert und auf die Auffrischung oder noch fehlende Impfungen hingewiesen. Dabei wurde der Patient:innenwunsch jederzeit respektiert und die Notwendigkeit einer Behandlung sowie Vor- und Nachteile kompetent erklärt.


Regelmäßig wurden Check-Up Untersuchungen durchgeführt, bei denen ich zunächst fachgerecht von Herrn Dr. med. Simon Sitter angeleitet wurde und diese zum Ende meiner Famulatur inklusive Sonographie selbstständig unter Supervision durchführen konnte.


Die Praxis bietet ergänzend zur Schulmedizin u.a. Akupunktur und manuelle Therapie an. Die Einblicke fand ich sehr spannend, vor allem in die manuelle Therapie. Hier wurden mir verschiedene Techniken erklärt und falls mir etwas unklar war, es auch nochmal gezeigt, nachdem der Patient oder die Patientin das Sprechzimmer verlassen hatte.


Generell wurde jederzeit auf meine Fragen eingegangen und gemeinsam nochmal die aktuellen Empfehlungen bspw. das Vorgehen bei einem Harnwegsinfekt, Red Flags oder/und das Vorgehen bei Kreuzschmerz oder die leitliniengerechte Antibiotikagabe besprochen.

Spannend fand ich auch den Einblick in die Hausbesuche, auf die ich Herrn Dr. med. Simon Sitter und Frau Miriam Sitter begleiten durfte. Am Ende meiner Famulatur durfte ich Routinebesuche z.T. selbstständig bei Bewohner:innen durchführen. Das Ärzteteam kümmert sich auch kompetent um die Notfallplanung, Patientenverfügungen oder/und die palliativmedizinische Betreuung ihrer Patient:innen.
Während meiner Zeit in der Allgemeinarztpraxis fanden auch Reihentestungen für Lehrkäfte aufgrund der Corona-Pandemie statt, bei der ich das Ärzteteam in der Durchführung unterstützen konnte.
 

Ich würde jedem Studierendem eine Famulatur in der Praxis von Dr. med. Simon Sitter, Dr. med. Wolfgang Kelm und Miriam Sitter ans Herz legen, da sie einen guten Einblick in das vielfältige Spektrum der Allgemeinmedizin ermöglicht. Durch die verschiedenen Ärzte konnte ich auch unterschiedliche Herangehensweisen und Techniken der Gesprächsführung kennen lernen. Das Ärzte- sowie Praxisteam ist sehr freundlich, kompetent und jederzeit für Fragen offen. Am Ende meiner Famulatur war ich fit im Ultraschall von Abdomen und Schilddrüse und hatte mein Wissen über Antibiotikagabe, die STIKO-Empfehlungen und häufig vorkommende allgemeinmedizinische Krankheitsbilder aufgefrischt und erweitert. Mein einziger Verbesserungsvorschlag bestünde darin, dass Patient:innen schon selbstständig voruntersucht, Therapievorschläge gemacht und diese dann dem Arzt oder der Ärztin vorgestellt werden, was aber laut Herrn Dr. med. Sitter u.A. in Form einer eigenen DMP Sprechstunde künftig vorgesehen ist.

 

Positiv hervorzuheben ist auch das Engagement der Stadt Feuchtwangen, die den Famulant:innen eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung stellt. Geplant ist auch ein Bonusheft, das verschiedene Angebote und Attraktionen für die Studierenden enthält.

Famulatur

Blockpraktikum

  • Erfahrungsbericht - Blockpraktikum 08/21

    Erfahrungsbericht - Blockpraktikum 08/21

    Lisa-Marie Bräunling (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)

    „Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist“ – daher liegt mir die hausärztliche Versorgung auf dem Land am Herzen!

    Ich habe mich für mein zweiwöchiges Blockpraktikum in der Allgemeinmedizin bewusst für die Praxis Dres. Sitter/ Dr. Kelm in Feuchtwangen entschieden, da ich selbst aus der Gegend komme und mir eine gute hausärztliche Versorgung auf dem Land wichtig ist. Mein erster Eindruck war, dass ich in dieser Praxis von „Allroundern“ lernen darf. Mir wurden nicht nur die täglichen Aspekte und Aufgaben der hausärztlichen Versorgung nähergebracht, ich konnte auch umfassende Erfahrung in der Vorsorge/Prävention, hausarztzentrierter Versorgung, der apparativen Medizin und schmerzmedizinischen Behandlung sammeln.

    Mich beeindruckte in den zwei Wochen die Vielfältigkeit der hausärztlichen Versorgung und damit die Möglichkeiten für eine/n Mediziner*in ganzheitlich für die Patienten da zu sein, von klein/jung bis groß/alt, von der akuten, notfallmedizinischen Erstversorgung bis hin zur Behandlung von Patienten in chronisch schmerzmedizinischen oder palliativen Situationen. Hinzukommend war für mich der Einblick in die alternative Behandlung/ TCM ebenfalls interessant.

    Als Medizinstudentin habe ich mich in der Praxis sehr wohl und herzlich aufgenommen gefühlt. Ich konnte in der Zeit meine praktischen Fähigkeiten (z.B. im Umgang mit dem Ultraschallgerät, Auswertung von EKGˋs, Wundversorgung…) weiter ausbauen. Um die lehrreiche Zeit in der Praxis Dres. Sitter/ Dr. Kelm abzurunden, gab es auch kleine „Hausaufgaben“. Es wurden Leitlinien (z.B. zur Behandlung von Brustschmerz, Harnwegsinfektionen, Typ 2 Diabetes…) als Kurzreferate abgefragt/besprochen. Diese kleinen Abfragen waren für mich sehr hilfreich und ein Test im Hinblick auf die zukünftige Situation der mündlichen Prüfung (M3). Ich konnte außerdem bei Hausbesuchen und vielen Alten-/Pflegeheim Besuchen mitwirken.

    Abschließend kann ich also meinen Mitstudent*innen ein Blockpraktikum/Famulatur/PJ in der Praxis Dres. Sitter/ Dr. Kelm in Feuchtwangen sehr empfehlen!

    Danke, für die schöne und lehrreiche Zeit!

  • Blockpraktikum Erfahrungsbericht 08/21

    Blockpraktikum Erfahrungsbericht 08/21

    "Hier werden Studenten aktiv willkommen geheißen und ausgebildet!"

    Alix Bertrand (TU München) 08/21 Blockpraktikum Erfahrungsbericht 

    Für mein zweiwöchiges Blockpraktikum wollte ich raus aus der „überversorgten“ Stadt und eine Landarztpraxis kennenlernen, weshalb ich mich für die Praxis Dres. Sitter/ Dr. Kelm in Feuchtwangen entschieden habe. In den zwei Wochen dort habe ich mich sehr wohl, und vom gesamten Praxisteam gut aufgenommen und integriert gefühlt.

    Vormittags und nachmittags fanden die Sprechstunden statt, wo ich die gängigsten allgemeinmedizinischen Beratungsanlässe miterleben konnte. Zudem Impfungen, Injektionen, EKGs, LuFus, Check-Ups, Sonographie und die kleine Chirurgie, wo man als Student viel praktisch mitmachen durfte. Die Ärzte haben ausführlich erklärt, weshalb sie sich für welches Prozedere entschieden haben bzw. welche Aspekte es gegeneinander abzuwägen galt, sodass man als Student immer aktiv „mitdenken“ konnte. Es bestand zudem immer die Möglichkeit, nochmal etwas nachzufragen, wofür sich auch viel Zeit genommen wurde. Mittags standen Haus/Heimbesuche auf dem Programm, die während meiner Zeit stark palliativmedizinisch ausgerichtet waren, dabei konnte ich von Herr Dr. Sitter viel über die Medizin am Lebensende lernen: Sowohl die psychosozialen Rahmenbedingungen als auch die komplexen Medikamentenpläne und ihre Änderungen haben wir ausführlich besprochen.

    Insgesamt war ich beeindruckt von Dr. Sitters fachlichem Anspruch, der praktischen Anwendung und patientengerechten Vermittlung der Leitlinien, die in dieser Praxis kein verstecktes Dokument sind, sondern reflektiert umgesetzt werden. Zudem gab es ab und zu kleine Hausaufgaben, z.B. das Lesen von Kurzleitlinien, die dann gemeinsam nachbesprochen wurden. Insgesamt hat mir das Praktikum gezeigt, dass die ernsthaft durchgeführte und evidenzbasierte Allgemeinmedizin ein anspruchsvolles, aber auch sehr vielseitiges und schönes Fach ist.

    Ich möchte mich bei der Stadt Feuchtwangen bedanken, dass sie Herrn Dr. Sitters Initiative „Ärzte schnuppern Landluft“ unterstützt und mich sehr komfortabel und kostenfrei in der Bayrischen Bauakademie untergebracht hat. Mit dem „ÄSL“-e-Bike konnte ich abends zudem noch Feuchtwangen und die Umgebung erkunden.

    Für alle, die gerne in ihrem Blockpraktikum etwas lernen und nicht bloß ihre Zeit absitzen möchten, kann ich die Praxis definitiv weiterempfehlen. Hier sind Studenten keine Last, sondern werden aktiv willkommen geheißen und ausgebildet! J

  • Erfahrungsbericht Blockpraktikum 07/21

    Erfahrungsbericht Blockpraktikum 07/21

    Sehr engagiertes Team, gute ärztliche Betreuung, Einblicke in palliativ- und schmerzmedizinische Aspekte der Allgemeinmedizin

    Edel Marie (Uni Würzburg )

    In meinen zwei Wochen Blockpraktikum in der Praxis Dr. Sitter und Dr. Kelm in Feuchtwangen konnte ich einen guten Einblick in die Vielseitigkeit der hausärztlichen Versorgung speziell am Land gewinnen. Direkt von Beginn an zeigte sich das ganze Team sehr engagiert, allen voran Dr. Sitter, der die Betreuung der Studenten und Studentinnen hauptsächlich übernimmt.

    Vormittags fand die normale Sprechstunde mit mehreren Vorsorgen wie z.B. Check-Up-35, Krebsvorsorge Männer, Jugenschutzuntersuchung J1 /2 oder Kinder U-Untersuchungen statt. Neben Blutabnahmen, Körperlichen Untersuchungen und Impfungen, konnte ich hier auch meine Sonographie-Kenntnisse deutlich erweitern, immer unterstützt durch viel praxisnahes Erklären durch Dr. Sitter. Nach der Sprechstunde ging es dann meistens zu Hausbesuchen, wobei vor allem der palliativ- und schmerzmedizinische Teil der Allgemeinmedizin nicht zu kurz kam. Kleinere Hausbesuche durfte ich ab und zu sogar selbstständig durchführen.

    Wer nicht wie ich aus der Gegend kommt, hat übrigens die Möglichkeit, eine Unterkunft und ein E-Bike für die Zeit durch die Praxis zu erhalten, wodurch man das Leben am Land so richtig genießen kann.

  • Blockpraktikum 05/06 2021

    Blockpraktikum 05/06 2021

    Bemerkenswert gute Integration in den Praxisalltags

    Tabea Plett (Uni Würzburg):

    Mein Gesamteindruck des Blockpraktikums ist sehr positiv!

    Die umfgangreichen und verständlichen Erklärungen und die praktische Anwednung der Leitlinien haben mir gezeigt, wie gelernte Theorie auf den Einzelfall anzuwenden ist. Dass ich trotz Zeitdruck so in den Praxisalltag integriert wurde, fand ich bemerkenswert. Der Blick in das System der Vergütungsstrukturen unseres Gesundheitssystemes und die überregionale Organsiatoin der allgemeinärztlichen Versorgung hat mein Verständnis für das Zusammenspiel der ambulanten Patientenversorgung wesentlich erweitert.

    Vielen Dank für die angenehme und freundlichen Tage in der Praxis Dr. Simon Sitter und Dr. Wolfgang Kelm. Ich habe mich bei Euch sehr wohl gefühlt!

    Liebe Grüße und alles Gute,

    Tabea Plett

  • Erfahrungsbericht zum Blockpraktikum  04/2021

    Erfahrungsbericht zum Blockpraktikum  04/2021

    "Umfassende Einblicke in die Arbeit eines Allgemeinarztes in einer ländlichen Region"

    von Leonie K.

     

    Im Rahmen meines Praxissemesters (10. Semester) an der Uni Würzburg absolvierte ich mein zweiwöchiges Blockpraktikum Allgemeinmedizin im April 2021 in Feuchtwangen in der Praxis von Dr. Simon und Miriam Sitter und Dr. Wolfgang Kelm. Später als Allgemein- oder Kinderärztin im niedergelassenen Bereich zu arbeiten konnte ich mir schon seit Beginn meines Studiums gut vorstellen und war deshalb umso mehr auf Einblicke in das Tätigkeitsfeld eines Allgemeinarztes gespannt.

    Von Anfang an wurde ich von den Ärzten sowie vom gesamten Praxisteam sehr freundlich und offen aufgenommen. Bis auf wenige Ausnahmen war ich in den zwei Wochen dann mit Dr. Sitter unterwegs und habe auf diese Weise alles gesehen und mitgemacht, was für ihn anstand. Das habe ich als sehr angenehm empfunden, da man sich so an die Arbeitsweise eines Arztes gewöhnen kann und ein Bild davon bekommt, wie dessen Arbeitsalltag konkret abläuft.

    In der Praxis war ich bei sämtlichen Untersuchungen im Rahmen von Akutvorstellungen, Check-Up’s oder DMPs bis hin zu unterstützenden Gesprächen für Patienten und deren Angehörigen dabei. Dabei wurden diverse apparative Untersuchungen wie z.B. Sonographien, (Langzeit-)EKGs, Lungenfunktionstests und sogar Schlafapnoe-Screenings durchgeführt und mir deren Auswertung erklärt. Entsprechend meinem Kenntnisstand durfte ich im Laufe der zwei Wochen dann auch einige Untersuchungen (z.B. Sono von Schilddrüse/Abdomen oder einen Check Up) eigenständig durchführen. Bei Unsicherheiten konnte ich mich trotzdem jederzeit melden und habe mich somit nie überfordert gefühlt. Die Praxis führte auch fast jeden Tag Hausbesuche sowie Besuche im Pflegeheim durch, was ich immer besonders interessant und bereichernd fand, weil man die Menschen in ihrem gewohnten Umfeld erlebt.

    In der Praxis wurde außerdem viel Wert darauf gelegt, Therapieentscheidungen, durchgeführte Diagnostik oder auch organisatorische/politische Vorgaben kritisch zu hinterfragen. An einigen Tagen sollte ich mich außerdem mit Leitlinien zu häufig auftretenden Krankheitsbildern in der Hausarztpraxis beschäftigen, was mir sehr dabei geholfen hat, das in der Praxis „Gesehene“ noch einmal mit dem Hintergrund des aktuellen Wissensstands zu verknüpfen.

    Noch ein paar Worte zu Feuchtwangen: Feuchtwangen ist eine Kleinstadt im Landkreis Ansbach mit ca. 12.000 Einwohnern und schönen, alten Häusern und vielen kleinen Gässchen. Entlang eines kleinen Flusses, der Sulzach, konnte man nach dem Praktikum super spazieren oder joggen gehen. Besonders toll war es, dass ich für die Dauer meines Aufenthalts eine kostenlose Unterkunft von der Stadt Feuchtwangen zur Verfügung gestellt bekommen habe. Die Wohnung "Am Zwinger" über dem Stadtarchich mit vollständig eingerichteter Küche, Bad sowie Schlaf- und Wohnzimmer war sauber und gemütlich. Die Lage war optimal, denn zu Fuß brauchte ich nur ca. 5 Minuten in die Praxis. Auch mehrere Supermärkte und ein kostenloser Parkplatz waren locker zu Fuß erreichbar.

    Alles in allem würde ich das Blockpraktikum in der Praxis von Dr. Sitter und Dr. Kelm jedem weiterempfehlen, der motiviert ist, umfassende Einblicke in die Arbeit eines Allgemeinarztes in einer ländlichen Region zu bekommen.

  • Blockpraktikum Erfahrungsbericht Matthias Bieber 02/2020

    Blockpraktikum Erfahrungsbericht Matthias Bieber 02/2020

    Als Student in einer Großstadt war für mich ein Blockpraktikum Allgemeinmedizin in einer ländlichen Gegend besonders reizvoll um die hier besonders hausarzt-zentrierte Versorgung kennen zu lernen. Im Zeitraum vom 24.02.2020 bis 5.3.2020 absolvierte ich mein Blockpraktikum Allgemeinmedizin in der hausärztlichen Praxis Dr. Simon Sitter und Dr. Wolfgang Kelm in Feuchtwangen.

    Der große Vorteil der Lehre in der Praxis ist das tatsächliche hands on, so bekommt man von der körperlichen über apparative Untersuchungen wie Sonographie, EKG und Lungenfunktionsdiagnostik bis hin zu Blutentnahmen, Injektionen und Impfungen viel praktische Übung geboten. Der seltene Luxus der intensiven 1 zu 1 Betreuung trägt selbst auch seinen Teil bei, während man das gesamte Spektrum der allgemeinärztlichen Vollversorgung sowohl in der Praxis als auch auf Hausbesuchen kennen lernt. Es wird hier viel Wert auf Lehre und Ausbildung gelegt. Durch die Kombination von Dr. Kelm als erfahrenen Hausarzt, Dr. Simon Sitter als hochengagierter Arzt und Ausbilder und Dr. Miriam Sitter als Assistenzärztin mit Expertise aus der Anästhesie kann man viel für sich aus diesem Praktikum mitnehmen.

    Neben der klassisch praktischen Lehre liegt hier in der Praxis auch ein besonderes Augenmerk auf der kritischen und reflektierten Auseinandersetzung, beispielsweise bereitet man Leitlinien zu Hause auf um sie dann zusammen zu besprechen. So wird auch das Für und Wider von Therapieschemata und der kritische Umgang mit Multimedikation zusammen diskutiert. Darüber hinaus nimmt man an praxisinternen Fort- und Weiterbildungen teil und trägt interaktiv selbst dazu bei.

    Nicht nur in der Lehre ist hier viel geboten, auch landschaftlich und so manches Schmankerl gibt es im westlichen Mittelfranken zu entdecken.

    Während meines Blockpraktikums war ich komfortabel und kostenfrei in der staatlichen Bauakademie in Feuchtwangen untergebracht. Die Stadt Feuchtwangen unterstützt hier die von Dr. Sitter gegründete Initiative „Ärzte schnuppern Landluft“ indem sie Studierenden eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung stellt.

    Abseits der Praxistätigkeiten besichtigte ich im Rahmen der Aktivitäten der Initiative „Ärzte schnuppern Landluft“ ein ehemaliges Hilfskrankenhaus in einer Bunkeranlage in Gunzenhausen. Neben diesem interessanten Besuch wurde natürlich auch Networking unter den Teilnehmern betrieben.

    Das Blockpraktikum Allgemeinmedizin der Praxis Dr. Sitter und Dr. Kelm hat meine Sicht auf die hausärztliche-allgemeinmedizinische Versorgung nachhaltig verändert. Die Allgemeinmedizin ist mir hier nicht nur sympathisch geworden, sie hat sich sogar als durchaus attraktiv erwiesen. Ein Praktikum in der Praxis Dr. Sitter und Dr. Kelm als interessante, lehrreiche und kurzweilige Ausbildungsstädte mit didaktisch ansprechendem Konzept kann ich jedem nur empfehlen. Ich würde die Praxis jederzeit wieder für mich als Lehrpraxis wählen.

Praktisches Jahr

  • PJ Bericht Elena Haag Tertial II /2020

    PJ Bericht Elena Haag Tertial II /2020

    Die Entscheidung, mein viermonatiges PJ-Tertial in der Allgemeinmedizin zu verbringen, fiel aufgrund der Möglichkeit in einer Hausarztpraxis Krankheitsbilder aller Fachrichtungen zu sehen sowie Patienten über einen langen Zeitraum betreuen zu können. Da ich bereits eine vierwöchige Famulatur in einer Hausarztpraxis in München verbracht hatte, wollte ich unbedingt in eine Praxis im ländlichen Raum, weshalb meine Wahl auf die Praxis Dr. Sitter/Dr. Kelm fiel.

    In der Praxis werden vom Säugling bis zum Palliativpatienten alle versorgt, wodurch sich ein sehr breites Spektrum ergibt. Neben der Akutsprechstunde und den Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen werden auch DMPs für die chronisch Erkrankten durchgeführt und Patienten aus zwei Altersheimen mitbetreut. Da in der Praxis drei Ärzte mit unterschiedlichen Weiterbildungen arbeiten, ist einiges an Untersuchungen möglich. Neben der hausärztlichen Grundversorgung wird hier auch Notfallmedizin, Palliativmedizin, manuelle Therapie und Akupunktur durchgeführt. Es wird auch ein großer Fokus auf die Ultraschall-Diagnostik (nicht nur Schilddrüse und Bauch, sondern auch Herz, Lunge oder Knochen und Gelenke bei Frakturverdacht) gelegt. Neben den vielen Möglichkeiten am Ultraschall- Gerät zu üben, konnte ich in meiner Zeit in Feuchtwangen auch selbstständig Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen und Impfungen durchführen. Hierbei war stets einer der Ärzte im Hintergrund und beantwortete meine Fragen immer gerne. Dabei ist auch die Aufgeschlossenheit aller Patienten zu betonen, an denen ich jederzeit üben durfte und die sich sehr über den Aufenthalt eines angehenden Nachwuchses gefreut haben.

    Als PJ-ler erhält man für die Zeit neben einem E-Bike eine kostenlose Unterkunft gestellt, wobei alle Unterkünfte stets in Fuß- bzw. Radnähe zur Praxis liegen. Die Unterkünfte werden in Kooperation mit der Stadt Feuchtwangen organisiert – hier geht ein großer Dank an die Stadt für die Bereitschaft Jungmediziner so hilfreich zu unterstützen.

    Normalerweise findet einmal die Woche eine Veranstaltung oder Fortbildung über „ÄSL – Ärzte schnuppern Landluft“ statt. Dies ist ein Zusammenschluss verschiedener Ärzte in Mittelfranken (auf Initiative von Dr. Sitter entstanden), wodurch Famulanten und PJ-ler gemeinsam die Region erkunden können und auch praktische Fähigkeiten in anderen Praxen erlernen können. Eine gute Möglichkeit sich auszutauschen und gleichzeitig weiterzubilden.

    Die Stadt Feuchtwangen bietet mit ihren 12.000 Einwohnern neben mehreren Restaurants und eine sehr schönen Altstadt auch einige Veranstaltungen wie die Kreuzgangspiele. Die Umgebung ist ebenso empfehlenswert – Feuchtwangen liegt an der Romantischen Straße und das nahe gelegene Dinkelsbühl gilt als die „schönste Altstadt Deutschlands“.

    Trotz COVID-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen war mein PJ-Tertial in Feuchtwangen ein voller Erfolg, insbesondere dank der Lehrfreudigkeit aller drei Ärzte. Ich kann nur jedem raten, der sich überlegt ein Tertial in der Allgemeinmedizin zu machen: Mach es und mach es am besten auf dem Land. Dort ist die Spanne der zu betreuenden Patienten und Erkrankungsbilder am größten und es wird sehr viel selbst in der Praxis diagnostiziert und behandelt.

  • PJ-Allgemeinmedizin Stefan von Rothenhan Tertial I 2019/2020

    PJ-Allgemeinmedizin Stefan von Rothenhan Tertial I 2019/2020

    Ich erhoffte mir von dem Wahltertial in der Allgemeinmedizin ein breiteres Verständnis für Diagnostik, Krankheit und Patientenumgang zu entwickeln. Dazu war ich vom 18.11.19 bis zum 06.03.20 in der Praxis Dres Sitter/Kelm in Feuchtwangen.

    Da ich Dr. Simon Sitter bereits aus dem Blockpraktikum in seiner ehemaligen Praxis in Bechhofen kannte und demnach bereits Kontakt bestand, war die weitere Planung kein Problem. Dr. Simon Sitter organisiert über die Stadt Feuchtwangen eine Unterkunft im Stadtarchiv welche ich kostenlos beziehen konnte. Dafür bin ich immer noch sehr dankbar, da ohne eine solche Unterkunft die Umsetzung des PJs auf dem Land deutlich schwieriger gewesen wäre. Auch die Bewerbung für das Stipendium des bayrischen Hausärzteverbands für PJ-Studierende in der Allgemeinmedizin verlief über die Praxis reibungslos und wurde sofort bewilligt. Die Grundvoraussetzungen für ein gutes PJ mit Bezahlung und Unterkunft waren somit von Beginn an gegeben.

    Nach einer Einarbeitungsphase an der Seite von Dr. Simon Sitter und Dr. Kelm durfte ich nach und nach immer wieder eigene Patienten behandeln. Nach kurzer Rücksprache mit den Ärzten wurden auch eigene Therapievorschläge angenommen. Somit konnte ich von Anamnese, körperlicher Untersuchung, selbstständig durchgeführter Ultraschalluntersuchung bis zum Therapievorschlag viele Erfahrungen machen und bekam unmittelbar Feedback von den erfahrenen Ärzten. Dadurch gewann ich deutlich an Vertrauen in eigene Untersuchungstechniken und an diagnostischer Sicherheit.

    Besonders hervorzuheben ist der Leistungsumfang in der Praxis Sitter/Kelm. Beeindruckend war die manuelle Therapie/Chirotherapie. Hier wurden durch gezielte körperliche Untersuchungstechniken die Bandbreite der Volkskrankheit “Rückenschmerz” visualisiert und wenn möglich sogleich die Beschwerden gelindert. Da auch die Akupunktur in der Praxis einen festen Stellenwert inne hat, gab es die Möglichkeit sich mit komplementärmedizinischen Ansätzen vertraut zu machen. Immer wieder gab es Akutsituationen und auch hier konnte man selbstständig EKG’s schreiben, interpretieren und die weitere Behandlung vorschlagen.

    Interessant war auch der Umgang mit neuen Situationen wie dem Coronavirus. Hier wurde täglich auf neue Informationen des Robert-Koch-Instituts reagiert und die Behandlungspfade aktuell umgesetzt. Überhaupt ist die Praxis immer auf dem neuesten Stand der Nationalen Leitlinien welche anhand von wöchentlichen Seminaren gemeinsam durchgearbeitet werden.

    Zusammengefasst hatte ich ein unglaublich facettenreiches Tertial wo jede Fachdisziplin vorgekommen ist und man das theoretische Wissen des schriftlichen Staatsexamens in die Praxis bringen konnte. Ich bin fest davon überzeugt dass kein anderes Fach einem diese Möglichkeit bietet.

    Vielen Dank für die gute Zeit in Feuchtwangen.

    Anmerkung Dr. Sitter: Lieber Stefan, Du bist uns jederzeit wieder willkommen –man konnte mit Freude deine fachliche Weiterbildung mitverfolgen. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein angehender Kollege nahezu ohne Ultraschallvorkenntnisse sein PJ beginnt, und nach 4 Monaten selbstständig eine Primär sklerosierende Cholangitis sonographisch diagnostiziert. Wir hoffen, Du bleibst in einem Fachgebiet der unmittelbaren Patientenversorgung!

  • PJ Erfahrungsbericht Marie Strohecker III/2019

    PJ Erfahrungsbericht Marie Strohecker III/2019

    Im Juli hieß es für mich raus aus der großen Stadt und endlich rein in das hausärztliche PJ in der Praxis Dres. Sitter. Für mich hatte sich schon über die Studienzeit hinweg immer mehr rauskristallisiert gehabt, dass ich Allgemeinmedizinerin werden möchte, aber ich wollte diese Entscheidung auch noch praktisch überprüfen. Dabei war mir sehr wichtig, meine Ausbildungszeit in einer fachlich versierten Praxis zu machen, um nicht nur für die mündliche Prüfung, sondern auch für eine gute gesundheitliche Versorgung kommender Patientinnen und Patienten bestens gewappnet zu sein. Meine Praxiswahl habe ich mir somit nicht leicht gemacht und diese auch nicht bereut – im Gegenteil: In der Praxis Dres. Sitter spielt eine leitliniengerechte evidenzbasierte Medizin eine wesentliche Rolle. Im Gespräch vor, zwischen und nach den Sprechzeiten habe ich mit den Ärzten zusammen wichtige Leitlinien besprochen und auch deren Auswirkung auf das konkrete Handeln in der Hausarztpraxis. Für die Vorbereitung dieser Leitlinien hatte ich vorher meist eine gute Woche Zeit, sodass ich in das jeweilige Thema wirklich eingelesen war. Die Anwendung des Gelernten in der Sprechzeit rundete diese nachhaltige Art und Weise der Lehre ab und bereitete ganz nebenbei richtig Spaß. Zu wissen, wie man richtig auf häufige Beratungsanlässe wie Brustschmerz, Rückenschmerzen, Schwindel und Co reagiert und dies auch supervidiert selbst zu tun, ist schön. Ich bin mir auch sicher, dass ich nie wieder vergessen werde, welches das geeignete Antibiotikum bei Harnwegsinfekt oder einer ambulant erworbenen Lungenentzündung ist. Außerdem habe ich täglich viele Möglichkeiten bekommen, meine praktischen ärztlichen Fähigkeiten zu üben. Ob Ultraschall, Impfen, Katheterwechsel oder körperliche Untersuchung – mir wurde einiges gezeigt und ich konnte vor allem auch selbst lernen und machen.  Durch die Initiative „Ärzte Schnuppern Landluft (ÄsL)“ konnte ich andere Medizinstudentinnen aus Praxen der Region kennenlernen, es gab jeden Mittwochnachmittag gemeinsames Programm und wir haben uns dann auch noch gemütlich das ein oder andere Bier gegönnt. Auch rund um das Thema Praxisorganisation habe ich mir viel abschauen und lernen können: Wie hält man Wartezeiten kurz? Was ist Qualitätsmanagement? Was macht die Berufspolitik? Wie strukturiere ich meine Praxis für Notfälle? Auch das werden wichtige Fragen für mich werden, denn jetzt kann ich mir wirklich sicher sein: Ich möchte auch Allgemeinmedizinerin werden. Für die außerordentliche Offenheit und Herzlichkeit der ganzen Praxisbelegschaft und meinen Lehrärzten bin ich sehr dankbar. Es war klasse!